
© Urheberechtlich geschütztRené Stadtkewitz, neuer AfD-Bürgermeister der Stadt Zehdenick (Archivbild)
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Der Sieg war deutlich: Der FDP-Kandidat Stephan von Hundelshausen erreichte lediglich 28,6 Prozent. Weit abgeschlagen blieben der parteilose Einzelbewerber Wolf-Gernot Richardt mit 7,8 Prozent und Dennis Latzke (Partei des Fortschritts) mit 5,2 Prozent. Wahlberechtigt waren 11.254 Zehdenicker, die Wahlbeteiligung betrug 52,8 Prozent.
Gegenüber der Presse freute sich René Stadtkewitz über seinen Erfolg:
«Ich habe schon gedacht, dass es klappen könnte, die Stichwahl nicht zu haben. Ich habe ja immer vom Zuspruch der Menschen gesprochen. Das spürt man ja.»
Er freut sich über das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Ab jetzt beginne die Arbeit. Als Wermutstropfen empfand Stadtkewitz die relativ geringe Wahlbeteiligung. Er begründete sie mit der vergangenen Bürgermeisterwahl von 2025. Die Leute hätten das Vertrauen in die Politik verloren. Dieses gelte es nun zurückzugewinnen.
FDP-Kandidat Stephan von Hundelshausen gratulierte dem Wahlgewinner, verzichtete jedoch nicht auf einen Seitenhieb gegen die CDU:
«28 Prozent ist natürlich nicht das, was ich mir erträumen, erwarten und erstreiten wollte. Aber der Kopf bleibt oben. Ansonsten gratuliere ich Herrn Stadtkewitz. Bei allem anderen würde ich eine gute Reise wünschen. Das ist ein Sprung ins Unbekannte. Ich möchte aber auch der CDU gratulieren. Das ist jetzt der CDU-Wunschbürgermeister.»
Die FDP Brandenburg sprach in einer Pressemitteilung von einem hart verlaufenen Wahlkampf, der in den sozialen Medien auch unterhalb der Gürtellinie geführt worden sei. Konkrete Vorwürfe nannte der FDP-Landesvorsitzende Zyon Braun indes nicht. Die Stadt habe ein Angebot aus der Mitte der Gesellschaft zur Verfügung gehabt, gesiegt habe jedoch der Protest.
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Der ebenfalls unterlegene Dennis Latzke sah in der Zehndenicker Bürgermeisterwahl sogar eine «Wahl historischen Natur», die ein Zeichen für das gesamte Land Brandenburg setze. Er könne nur an die anderen Parteien appellieren, jetzt präsenter zu werden.
René Springer, der AfD-Landesvorsitzende von Brandenburg, zeigte sich hochzufrieden mit dem Ausgang der Wahl: Mit der absoluten Mehrheit bereits im ersten Wahlgang hätten die Bürger von Zehdenick ein unmissverständliches Signal gesetzt, schrieb der Bundestagsabgeordnete auf der Plattform X. Zehdenick sei «ein Vorgeschmack auf das, was in Brandenburg noch kommen wird: Immer mehr Bürgermeister und Landräte von der AfD.»




