
Quelle: Sputnik © WLADISLAW WODNEWArchivbild: Eine Flagge mit dem Emblem der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU)
Lawrow: Armenien riskiert Verlust der Privilegien in der Eurasischen Wirtschaftsunion
Armeniens Vorbereitungen auf den EU-Beitritt bergen erhebliche Risiken für die wirtschaftliche Sicherheit der Mitgliedstaaten der EAWU, heißt es in der Erklärung weiter. Sie müssten Maßnahmen ergreifen, um den dadurch entstehenden Schaden zu verhindern.
Angesichts dieser Sachlage hätten die Vertreter der vier Länder vereinbart, auf der Sitzung des Obersten Eurasischen Wirtschaftsrates im Dezember 2026 über die möglichen Folgen einer Aussetzung des Vertrags über die EAWU in Bezug auf Armenien zu berichten.
Armeniens Präsident Wahagn Chatschaturjan hatte im April 2025 das Gesetz über die Absicht der Republik, der EU beizutreten, unterzeichnet. Wie Premierminister Nikol Paschinjan damals erklärt hatte, muss die entsprechende Entscheidung in einer Volksabstimmung getroffen werden.
Mitte Januar erklärte Paschinjan, sein Land wolle «definitiv und eindeutig» der Europäischen Union beitreten, müsse dafür aber die Standards der Gemeinschaft erfüllen.
Russlands Präsident Wladimir Putin hatte zuvor betont, Armenien habe das Recht, seine Partner selbst zu wählen. Das Land könne jedoch nicht gleichzeitig EU-Mitglied und Teil der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) sein.
Putin erinnerte in dem Zusammenhang daran, dass Armenien im Rahmen der Wirtschaftsunion erhebliche Vorteile in den Bereichen Landwirtschaft, verarbeitendes Gewerbe, Migration und Zoll genieße.




